Abschied vom Emmausweg

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Trotz der Appelle der Israelischen Altertumsbehörde wurde wenig dafür getan, die antiken Überreste der römischen Straße zu erhalten, die heute noch in der Gegend sichtbar sind, in der Jesus mit zweien seiner Jünger am Tag seiner Auferstehung reiste.

This article is a translation of: David N. Bivin, “A Farewell to the Emmaus Road,” Jerusalem Perspective (2017): [https://www.jerusalemperspective.com/16208/]. This translation originally appeared on the website Perspektive aus Jerusalem published by Horst Krüger.

Die Geschichte der Jünger auf dem Emmausweg ist der Höhepunkt des Lukasevangeliums. In dieser Geschichte treffen zwei Jünger Jesu auf ihren auferstandenen Herrn, als sie auf dem Weg westlich von Jerusalem unterwegs sind. Nicht nur brennen ihre Herzen, als sie mit ihrem auferstandenen Meister sprechen, sondern auch die Herzen des Lesers, der anders als die Jünger weiß, dass Jesus selbst sie begleitet, als sie die traurige Geschichte erzählen: Die Geschichte, dass ihre Träume einer Erlösung Israels in dem Moment zerstört wurden, als Jesus außerhalb der Mauern der Heiligen Stadt gekreuzigt wurde. Der Leser fiebert förmlich mit, als Jesus mit den Jüngern auf dem Weg geht und mit ihnen redet.

Obwohl diese Geschichte und ihre Verortung für die Nachfolger Jesu im heutigen Israel und für den modernen Pilger im Land der Bibel sehr wichtig ist, ist bislang wenig dafür getan worden, die antiken Überreste der römischen Straße zu erhalten, auf der Jesus am Tag seiner Auferstehung mit den Jüngern reiste.

Emmaus-Nicopolis

A Roman tombstone found near Emmaus-Nicopolis. The inscription mentions the fifth Roman legion Macedonica, which according to Josephus (J.W. 4:443) Vespasian stationed at Emmaus in 68 C.E. before marching the rest of his forces to Jerusalem. Image courtesy of Wikimedia Commons.

Die Suche nach dem Dorf, auf das sich Lukas als Ἐμμαοῦς (Emmaous) bezieht, ist seit jeher eine Herausforderung für antike Pilger und moderne Gelehrte gewesen.Unter den vielen Gelehrten, die sich an dieser Debatte beteiligen, sind Stanley A. Cook, Emil Schürer, John Wilkinson, Richard Mackowski, Moshe Fisher, Benjamin Isaac, Israel Roll, Carsten Peter Thiede, Hershel Shanks, Anson F. Rainey und Steven Notley.[1] Mindestens zwei Orte trugen in Israel zur Zeit des Zweiten Tempels den Namen Ἀμμαοῦς (Ammaous), eine kleine Variation in der Schreibweise des Namens, der im Lukasevangelium festgehalten ist. 1. Makkabbäer erwähnt einen Ort Emmaus in der Nähe der topographischen Grenze zwischen Shephelah und der Küstenebene (1 Macc. 3:40). Die Shephelah liegt zwischen den flachen Hügeln die sich von Norden nach Süden zwischen der Küstenebene und den Hügeln von Judäa entlang ziehen.

Es gibt eine Stelle im Talmud, die auch dieses Emmaus an der Grenze zwischen Shephelah und der Küstenebene verortet: „Rabbi Yohannan sagte: … von Beit Horon nach Emmaus [אמאוס] liegt die bergige Region, von Emmaus zu Lod ist es Shephelah, von Lod zum Meer die Ebene. (y. Sheviit 6:2 [25b]) Hier beschreibt Rabbi Yohannan die Straße, die südwestlich von Beit Horon nach Emmaus verlief und dann nordöstlich von Emmaus nach Lod abdrehte, entlang der Grenze zwischen der Küstenebene und der Shephelah.

Josephus bezog sich auf dieses Emmaus als πόλις (polis, “Stadt”), ein Begriff, der normalerweise für ein großes, gut organisiertes Bevölkerungszentrum benutzt wird (siehe dazu Jos., J.W. 3:55; Ant. 12:298; 13:15; 14:436; cf. 1 Macc. 9:50). Vielleicht sollte diese Stadt mit אַמְאוּס (’am’ūs, “Emmaus”) identifiziert werden, wie es in den rabbinischen Quellen erwähnt wird (z.B. m. Arach. 2:4; Avot de-Rabbi Natan, Version B, chpt. 27 [ed. Schechter, 55]; Eccl. Rab. 7:7 §2), welches als ein Ort beschrieben wird, der einen Markt besitzt (m. Ker. 3:7).

Weitere rabbinische Quellen, die sich auf dieses Emmaus beziehen, werden von Fischer, Isaac und Roll in Roman Roads in Judaea II, 153-155 diskutiert. Das Emmaus, auf das sich der Jerusalemer Talmud an der o.g. Stelle bezieht, wird sicherlich mit Emmaus-Nicopolis gleichgesetzt. Es ist logisch anzunehmen, dass die rabbinischen Passagen, die in diesem Artikel zitiert werden, sich alle auf eben dieses Emmaus beziehen.

Die Vokalisierung אַמְאוּס (’am’ūs) ist diesselbe, die in dem Kaufmann-Codex gegeben wird. Jastrow vokalisiert diesen Namen als אִמָּאוּס (’imā’ūs) und geht dabei zurück auf Ἐμμαοῦς / Ἀμμαοῦς, welches eine hellenisierte Form von חַמְּתָה (ḥametāh, “heiße Quellen”) ist.[2] Andere Gelehrte bezweifeln jedoch dies Ableitung.[3] 

Dieses Emmaus wurde später im 3. Jh. n.Chr. Nicopolis genannt. Nachdem das Byzantinische Imperium die Kontrolle über das Heilige Land verloren hatte, wurde Nicopolis von den arabisch sprechenden Menschen in dem Gebiet in ‚Imwas (eine Ableitung von Emmaus) umbenannt.[4] 

Münze aus der Zeit des Kaisers Elagabalus (218-222 n.Chr.) zum “Zweiten Jahr der (Umbenennung von) Nicopolis). Image courtesy of the Classical Numismatic Group.

Obwohl während der Byzantinischen Zeit eine Tradition entstand, die Emmaus-Nicopolis als das Emmaus identifizierte, das in Lukas 24,13, (siehe Cf. Eusebius, Onomasticon 90:15; Jerome, Letter 108:8) erwähnt wird, widerspricht die Entfernung dieses Ortes zu Jerusalem (ca. 19 Meilen) der Information, die in der Geschichte des Evangeliums gegeben wird. Lukas beschrieb, dass die Jünger am selben Tag von Jerusalem nach Emmaus hinab und wieder zurück gingen (Lukas 24,33). Sie hätten sich jedoch zu Fuß sehr beeilen müssen, wenn sie an einem einzigen Tag den Weg von 38 Meilen geschafft hätten, der sie zu diesem Emmaus-Nicopolis und wieder zurück nach Jerusalem bringen sollte. Darüber hinaus sagt Lukas 24,13 explizit, dass die Entfernung nach Emmaus sechzig Stadien betrug, das heißt, etwa sieben Meilen von Jerusalem. Darum ist die Annahme, die sehr früh zu einer starken Tradition wurde – nämlich dass Emmaus-Nicopolis das Emmaus aus dem Lukasevangelium ist – sehr wahrscheinlich nicht zutreffend.

Einige Manuskripte des Neuen Testamentes schreiben 160 Stadien (ca. 19 Meilen) statt 60 Stadien. Diese sekundäre Schreibweise scheint eine Versuch zu sein, den biblischen Text mit der traditionellen Überlieferung, die das Emmaus aus Lukas als Emmaus-Nicopolis verortet, in Einklang zu bringen.[5] 

Four proposed locations of Luke’s Emmaus. Nicopolis was favored in the Byzantine period and still has its supporters among scholars. Castellum (Abu Ghosh) and el-Qubeibeh were favored in the Crusader period and are approximately located 60 stadia from Jerusalem, the distance indicated in Luke. Qaloniyeh (Qalunya)-Motza has recently found support among a handful of leading scholars. Map courtesy of Carta Jerusalem, used here with permission.

Emmaus-Motza

Es gab allerdings ein anderes Emmaus, das in der Zeit des Zweiten Tempels bekannt war und besser zu den Details passt, die im Lukasevangelium präsentiert werden, als das Emmaus-Nicopolis. Josephus berichtet, dass nachdem Jerusalem 70 n. Chr. an die Römer gefallen und die Rebellion unterdrückt war, der römische Kaiser Vespasian ein Stück Land in der Nähe von Jerusalem reservierte, um dort römische Soldatenveteranen anzusiedeln:

Ungefähr zur selben Zeit sandte Cäsar Anweisungen an Bassus und Laberius Maximus, dem Prokurator, das gesamte jüdische Territorium zu vergeben. Denn er gründete keine Stadt dort, sondern reservierte das Land als seinen privaten Besitz, das er achthundert Veteranen, die aus der Armee entlassen worden waren, als Ort [χωρίον] zum Wohnen zusprach, der Emmaus [ὃ καλεῖται μὲν Ἀμμαοῦς] hieß, dreißig Stadien von Jerusalem entfernt. (J.W. 7:216-217; Loeb, adaptiert)

Die Information bezüglich dieses Emmaus passt gut – wenn auch nicht perfekt – zu den Details in der Lukaserzählung. Anders als bei Emmaus-Nicopolis, von Josephus πόλις (polis, Stadt) genannt, nennt Josephus dieses Emmaus ein χωρίον (chōrion, Ort, Feld), welches näher an die Beschreibung von Emmaus im Lukasevangelium als κώμη (kōmē, Dorf) angelehnt ist. Die Entfernung, die Josephus zwischen diesem Emmaus und Jerusalem angibt (ca. dreieinhalb Meilen) passt auch zur Beschreibung der Jünger, die von Jerusalem nach Emmaus und am selben Tag zurückreisen, wie wir sie in Lukas finden.

Nichtsdestotrotz gibt es einen Haken: Während Josephus sagt, dass dieses Emmaus dreißig Stadien von Jerusalem entfernt war, bemisst Lukas 24,13 die Entfernung mit sechzig Stadien – doppelt so weit wie die Entfernung bei Josephus. Diese Diskrepanz kann leicht überbrückt werden, wenn wir annehmen, dass Lukas die gesamte, von den Jüngern am Tag der Auferstehung Jesu zurückgelegte Entfernung zwischen Jerusalem und Emmaus und zurück meinte, und nicht die Entfernung zwischen den beiden Orten an sich.[6] 

Eine rabbinische Diskussion der Festlichkeiten des Laubhüttenfestes, die in den Tagen des Zweiten Tempels befolgt wurden, wirft ein Licht auf das Emmaus, dass in Lukas 24:13 und J.W. 7:217 beschrieben wird:

Das Gebot des Weidenzweiges, wie wurde es ausgeführt? Es gab einen Ort [מָקוֹם, māqōm] unterhalb von Jerusalem, der Motza [מוֹצָא, mōtzā’] hieß. Sie gingen dort hinunter und sammelten von dort Weidenzweige und brachten sie und stellten sie an die Seiten des Altars auf, und ihre Spitzen beugten sich über den Altar… (m. Suk. 4:5).

Im Kommentar zu dieser Mischna fügt der Jerusalemer Talmud laut Rabbi Tanhuma, einem Weisen aus dem 4. Jh. n. Chr., hinzu: „Kalonya [קָלוֹנְיָיא, qālōnyyā’] war ihr [d.h. Motza’s—DNB] Name“ (y. Suk. 4:3 [18b]).

Mönch Cyril von Scythopolis (6. Jh. n.Chr.), kannte auch einen Ort mit diesem Namen, denn er bezieht sich in seinen Schriften auf αἰ πηγαὶ Κολωνίας τε καὶ Νεφθοῦς („Die Quellen von Kolōnia und Nefthous“; (Life of Sabas §67 [ed. Schwartz, 168]) zitiert von Fischer, Isaac and Roll, Roman Roads in Judaea II, 223) die sagen, dass Nefthous als “Nephtoa (Lifta) in der Nähe Motza“ zu finden ist. Der babylonische Talmud schreibt dieselbe Aussage einer anonymen tannaitischen Autorität zu (d.h. einer Baraita), und fügt hinzu, dass der Name Motza aus der Freistellung Kalonyas von der kaiserlichen Besteuerung stammt (b. Suk. 45a).

Stufen die zu den Quellen Motza führen. Jedes Jahre kommen hier Orthodoxe Juden her, um Wasser für das Bakken von Matze zu holen zum Fest der ungesäuerten Brote. Foto: Lucinda Dale-Thomas, Frühling 1992.

Dieser rabbinische Beweis ist aus drei Gründen von unschätzbarem Wert, um den Ort für das Emmaus aus dem Lukasevangelium zu identifizieren. Erstens, verbindet der Name Kalonya mit dem Status der Befreiung von den Steuern das Motza aus der Mischna mit dem zweiten Emmaus des Josephus, welches zum Siedlungsort für römische Veteranen wurde. Nämlich, weil die plausibelste Erklärung für den Namen Kalonya die ist, dass er vom lateinischen Wort colonia („Kolonie“) abstammt, ein Begriff, der lose mit der Siedlung von Veteranenin Verbindung gebracht werden kann. Darüber hinaus war eine Befreiung von den Steuern sicherlich ein natürlicher Anreiz, die römischen Kriegsveteranen zu ermutigen, sich in diesem Gebiet niederzulassen. Die rabbinische Ableitung des Namens Motza aus dem Verb für Steuerbefreiung (יצא) ist nicht eine ernsthafte Etymologie, sondern das Wordspiel vermittelt eine akkurate Information über die römische Siedlung bei Motza.[7] Es ist wahrscheinlich, dass die jüdische Bevölkerung in Motza entweder vor der Ansiedlung der Veteranen umgesiedelt oder ausgelöscht wurden. Und damit war die Erinnerung an das Motza aus der Zweiten Tempel Periode bis zur talmudischen Zeit immer schwächer geworden. Das würde auch erklären, warum Motza in den rabbinischen Quellen als Kalonya identifiziert wurde.

Zweitens, wenn die Emmaus-Motza-Kalonya-Identifizierung akzeptiert wird, verleiht der Beweis aus der Mischna einer jüdischen Präsenz bei Motza dem Bericht von Lukas über die Jünger, die nach Emmaus wanderten oder sogar dahin zurückkehrten, Glaubwürdigkeit. Wenn die beiden Jünger tatsächlich nach Emmaus heimkehrten, würde dies zudem die Theorie Robert Lindseys unterstützen, dass Jesus in einer frühen Phase seiner öffentlichen Karriere durch Judäa umherzog.[8] Safrai auf der anderen Seite glaubte, dass Emmaus nicht die Endstation der Jünger war, sondern nur ein Halteort auf ihrer Rückkehr nach Galiläa.[9] Safrai scheint anzunehmen, dass das Emmaus aus Lukas 24 Emmaus-Nicopolis war.

Archäologische Entdeckungen weisen auch auf eine jüdische Präsenz bei Motza in der späten Zeit des Zweiten Tempels hin. Dies beinhaltet ein reichlich verziertes herodianisches Privathaus südlich der Straße in der Nähe von Motza, und den Gebrauch vom Motza-Mergelstein, einer Art von Lehm, der bei Motza gefunden wird, und zwar in einem herodianischen Brennoffen am Rande von Jerusalem, in der Nähe und oberhalb des Emmausweges.[10] 

Drittens passt die rabbinische Beschreibung von Motza als bloßer מָקוֹם (māqōm, “Ort”) zur Charakterisierung Josephus von Emmaus als χωρίον (chōrion, “Ort”), da beide mit dem Verweis Lukas auf Emmaus als κώμη (kōmē, “Dorf”) kompatibel sind. Darum unterstützt der Zusammenschluss von Beweisen aus dem Lukasevangelium, Josephus und der rabbinischen Literatur nachdrücklich die Identifikation des Emmaus aus Lukas mit Motza-Kalonya.

  Lukas Josephus Rabbinische Literatur
Name des Ortes: Emmaus (Ἐμμαοῦς) Emmaus (Ἀμμαοῦς) Motza (מוֹצָא)
Beschreibung: Dorf (κώμη) Ort (χωρίον) Ort (מָקוֹם)
Entfernung von Jerusalem: 60 Stadien (Rundreise?) 30 Stadien “Unterhalb von Jerusalem,” offensichtlich fußläufig.
Status:   Es wurde eine Veteranensiedlung. Es wurde Kalonya genannt (קָלוֹנְיָיא, “Kolonie”).

Der „Ort unterhalb von Jerusalem genannt Motza“, auf den sich die Mischna bezieht, wurde schon im Buch Josua erwähnt, als er dem Stamm Benjamin zugedacht wird. Das Buch Josua bezieht sich auf Motza als הַמֹּצָה (hamotzāh, “der Motza”; Josua 18:26), mit einem ה am Ende des Wortes an Stelle von א wie in der Mischna, und mit dem bestimmten Artikel am Namen vorangestellt. Der Name Motza erscheint auch auf Siegelabdrücken auf Krugtragegriffen aus dem späten sechsten oder frühen fünften Jh. v. Chr. Dieser Bezug gilt möglicherweise demselben Ort wie dem, der in Josua 18,26 erwähnt wird. Beachten Sie, dass die Schreibweise auf den Kruggriffen (מצה und מוצה) mit der Schreibweise in Josua übereinstimmt (mit einem ה am Wortende), anstatt der Schreibweise in der Mischna (mit einem א am Wortende).[11] 

Während die Übersetzer der Septuaginta ha-Motza in Josua 1826 als Αμωσα (Amōsa) interpretieren, scheint Josephus ha-Motza als Ἀμμαοῦς (Ammaous) interpretiert zu haben (Alexandrinus. Vaticanus interpretiert הַמֹּצָה als Αμωκη (Amōkē).

Das “a” am Anfang von “Ammaous” ist offensichtlich Josephus Darstellung des hebräischen bestimmten Artikels. Laut Fischer, Isaac and Roll (Roman Roads in Judea II, 223), “kann der Name ‘Ammaus’ nur schwer als eine Ableitung von ‘Hamoza’ verstanden werden, obwohl es nicht ganz unmöglich ist.

Wenn diese Analyse des Namens Ἀμμαοῦς korrekt ist, dann kann Ἐμμαοῦς (Emmaous, “Emmaus”) aus Lukas am besten als eine unabhängige Transkription von ha-Motza verstanden werden, mit dem bestimmten Artikel, den der Autor vom Lukasevangelium in seiner schriftlichen Quelle gefunden hatte.

Weidenbaum (salix acmophilla). Image courtesy of Wikimedia Commons.

Die Assoziierung der Mischna von Motza mit Weidenzweigen suggeriert, dass der Name „Motza“ – wortwörtlich „der welcher hervorbringt“ – auf die Wasserquellen im Tal hinweist, in dem sich Motza befindet, da die Weiden gerne an einem Ort wachsen, wo sich eine ständige Wasserquelle befindet.[12] Das Word מוֹצָא (mōtzā’) im Sinne vom Quelle wurde zum Beispiel in Jesaja 41,18 bestätigt, das sich auf מָיִם מוֹצָאֵי (mōtzā’ē māyim, “Quellen von Wasser”) bezieht.

Zweifelsohne haben die Römer Motza teilweise aufgrund der ständigen Quellen, die das Tal bewässerten, als Kolonie gewählt. Die Römer haben sich sicherlich auch zu diesem Ort hingezogen gefühlt, weil das Tal nördlich von Motza breiter wird und so ein schönes großes Areal für die Siedlung bot. Da das Tal sehr gut bewässert war und einen guten Boden aufwies, war es ein exzellenter Ort für eine landwirtschaftliche Entwicklung. Ein weiterer Vorteil von Motza als römischer Siedlungsort für Veteranen war seine strategische Position als Schutz für den Aufstieg nach Jerusalem auf der Straße, die nach Jaffa führte.[13] 

Wenn es korrekt ist, dass das Emmaus von Lukas dasselbe Emmaus ist, das Josephus als den Ort für die römische Kolonie erwähnt; und wenn dieses Emmaus mit Motza-Kalonya, das in der rabbinischen Literatur erwähnt wird, identisch ist, dann können wir den ungefähren Ort des Emmaus aus Lukas bestimmen, da der hebräisch-lateinische Name Kalonya als Qalunya von den arabischen Sprechern, die an diesem Ort bis zu modernen Zeiten wohnten, benutzt wurde.[14] 

The hilltop village shown in the center of this photo is Motza Illit. On the slopes across the highway from Motza Illit was the Arab village (until 1948) of Qalunya. Photographed by Horst Krüger, February 2003.

Physische Beweise einer römischen Präsenz in Motza-Kalonya werden durch die Überreste eines antiken römischen Bades und eines römischen Grabsteins gegeben, der mit der Büste eines jungen Mädchens und einer lateinischen Inschrift geschmückt ist (Roman Roads in Judaea II, 226), J. Press, Eretz-Israel, Topographical and Historical Encyclopedia, iii (1952, Heb.), 558-559 und Y. H. Landu, “Unpublished Inscriptions From Israel: A Survey,” in Acta of the Fifth Epigraphic Congress of Greek and Latin Epigraphy Cambridge 1967 (Oxford: Basil). In Bezug auf den Grabstein stellen Fischer, Isaac und Roll fest: In den östlichen römischen Provinzen ist der Gebrauch von Latein in privaten Inschriften typisch für echte (im Gegensatz zu nominellen) Veteranensiedlungen… Es ist in der Tat so rar, dass diese Inschrift als wichtige zusätzliche Bestätigung dafür angesehen ist, dass Motza mit der Vespasianischen Veteranensiedlung identisch ist (Roman Roads in Judaea II, 228).

  • Drawing of Qalunya (here spelled "Calonia" in the central peak) from Giovanni Zuallardo's (Jean Zuallart's) Il deuotissimo viaggio di Gierusalemme published in 1586. The bridge, shown also in the image to the bottom right, may have been built on Roman period foundations. The Latin title reads Vallis Terebenti ("Valley of Terebinths," i.e., Elah Valley) since pilgrims at that time mistakenly identified this site as the place where David's battle with Goliath took place. Hence the Latin inscription beneath the hill that reads Hic occisus fuit Goliad ("Here Goliath was slain.") Image courtesy of Wikimedia Commons.

Mein Experiment

An aerial view of the Motza neighborhood photographed by Moshe Milner. Courtesy of Israel’s National Photo Collection.

Weil mich die o.g. Beweise für den Standort von Emmaus bei Lukas in Motza-Qulonya überzeugt haben, führte ich ein Experiment durch, um diese Hypothese zu überprüfen. Am 2. Oktober 1987 wanderte ich mit meinem Sohn Natan von der Westmauer des Tempelberges (Kotel) zu den Quellen von Motza. Wir folgten der römischen Straße so genau wie möglich, um zu messen, wie lange solch eine Reise dauern würde. Das war am Vorabend von Yom Kippur, so waren keine Fahrzeuge auf den Straßen, die uns aufhalten konnten. Wir gingen um 6.10 Uhr morgens gemütlich bei Vollmond los. Gemeinsam schafften wir den Weg von der Westmauer bis zu den Motza-Quellen in einer Stunde und zwanzig Minuten.

Fischer, Isaac and Roll schätzen, dass es ungefähr eine Stunde dauert, um dreißig Stadien zu gehen, die Entfernung von Josephus zwischen Jerusalem und Emmaus, der römischen Kolonie. Sie weisen jedoch darauf hin, dass das Maß von dreißig Stadien zwischen Jerusalem und Motza-Emmaus nur eine grobe Schätzung darstellt und bemessen die Entfernung mit 38 Stadien, was noch besser zu den Ergebnissen meines Experiments passt.

Mein Experiment beweist, dass die Jünger Jesu leicht den Weg von Jerusalem hinab nach Motza-Emmaus und wieder zurück in der Zeit bewältigen konnten, die Lukas beschreibt. Laut Lukas sind die zwei Emmaus–Jünger nach Morgengrauen losgelaufen; denn sie wussten von dem Bericht der Frauen über das leere Grab (Lk 24,22-24). Aber es hätte auch später Nachmittag sein können. Die Jünger sind nämlich erst nach dem Abendessen von Emmaus nach Jerusalem zurückgekehrt (Lk 24,29, 33).

Luftaufname der Umgebung Jerusalems aus Gustaf Dalman’s Hundert deutsche Fliegerbilder aus Palästina (Gütersloh: Bertelsmann, 1925). Überlagert auf dem Foto ist die etwaige Strecke des Emmaus-Jerusalem Wegs in roter Farbe. Ein Teil des Weges ist nicht zu sehen aus diesem Blickwinkel, da die Strecke in ein Teil abfällt in der Nähe von Qalunya.

Die römische Straße

Selbst wenn der geschätzte Leser nicht davon überzeugt ist, dass das Emmaus aus Lukas Motza-Qalunya ist, können wir doch zumindest darin übereinstimmen, dass die Überreste der römischen Straße, die von Jerusalem an Motza vorbei zu Emmaus-Nicopolis führt, die Route zeichnet, die Jesus und seine Jünger am Tag seiner Auferstehung nach Emmaus nahmen (Wright, Greatness Grace & Glory, 197). 2002 untersuchte die Israelische Altertumsbehörde IAA die Überreste der gepflasterten Straße, die westlich von Jerusalem nach Emmaus-Nicopolis führt, die noch heute in der Nähe des modernen Motza zu finden sind. Der Bericht der IAA mit dem Titel Ma’ale Romaim, Road wurde vom Jerusalemer Architekten Schahar Poni und dem Jerusalemer regionalen Archäologen, Jon Seligman, im Sommer 2002 fertiggestellt (http://www.antiquities.org.il/images/archinfo//001-030/029.pdf – Übersetzungen des IAA Berichts, die in diesem Bericht zitiert werden, sind vom Autor angefertigt). Der Bericht, der die Überreste der Straße als römisch identifiziert, stellt fest, dass „die Straße, für den Großteil ihrer Länge in der Tiefe der Schlucht und letztendlich im Zickzack verläuft und neben dem Friedhof Har Hamenuhot aufsteigt (für eine umfassende Beschreibung dieses Teils der römischen Straße, Roman Roads of Judaea II, 95-97). Die Straße verläuft östlich von Motza durch eine Schlucht, vorbei am Har Hamenuhot Friedhof nach Giv‘at Shaul, nach Giv‘at Ram, und durch das Jaffa-Tor nach Jerusalem.

Als ich vor ca. zwanzig Jahren die Überreste der römischen Straße vermaß, waren diese noch viel sichtbarer als heute, und ich stellte fest, dass sie ungefähr drei Meter breit war. Laut IAA Bericht war die Straße „bepflastert nach gebräuchlicher Straßenbautechnik: Säuberung und Begradigung der Strecke, Legung der Bordsteine an den Straßenrändern, Füllung des Raumes dazwischen mit einer Lage Grundsteine, worauf die Pflasterung gelegt wurde. Die Pflasterung wurde mit flachen oder geschnittenen Steinen gefertigt, die aneinander angepasst wurden, oder es wurde eine Lage Schotter, Kies, etc. benutzt (s. Israel Roll).“

Als ich das erste Mal auf der römischen Straße in der Nähe von Motza lief, waren ein Teil der Pflasterung und viele Bordsteine noch deutlich sichtbar. Leider habe ich in den letzten Jahrzehnten zusehen müssen, wie die römische Straße der Erosion immer mehr zum Opfer fällt, so dass an manchen Stellen die Überreste völlig verschwunden sind. Der IAA Bericht stellt fest, dass die römische Straße in einem schlechten Zustand ist, und fügt hinzu, dass „die Straße in ihrem jetzigen Zustand zerfetzt ist, und oft von Abwassergeruch begleitet wird.“ Der Geruch, über den der IAA Bericht sich beschwert, stammt zweifellos von einem Abwasserkanal, der dem Verlauf der antiken römischen Straße folgt.

A sketch of the remains of the Roman road to Emmaus drawn by Margaret Dickinson, a member of a Bill Bean (CSBR) tour group which David Bivin took to visit the site.

Die natürliche Schönheit des Emmausweges wurde anfangs durch die Installation einer Pumpstation und einer enormen Hauptwasserleitung beeinträchtigt. Ein Großteil des physischen Schadens an der römischen Straße kann jedoch der Ausweitung des o.g. Har Hamenuhot zugeschrieben werden. Der Friedhof bedeckt zwei große Hügel entlang der modernen Autobahn, die von Tel Aviv nach Jerusalem führt, und er hat sich langsam die südliche Schleife am südlichsten Hügel hinunter ausgeweitet, bis hin zur Schlucht, in der die römische Straße von Motza nach Jerusalem hinauf führte. Während der Ausweitung des Friedhofes wurden große Felsblöcke von unbewachten Bulldozern die Schleife hinunter gestoßen. Diese Felsblöcke schlugen auf alles, was ihnen im Wege stand, auch der Wald von 50 Jahre alten Zedern und Tannenbäumen, die die römische Straße umrahmten. Die Felsbrocken zerschlugen Picknicktische, Schaukeln und Rutschen, die Familien mit ihren Kindern an diesem wunderschönen Freizeitort benutzten. Der Bau des Friedhofes ruinierte Monumente und Gedenkplaketten, die zu Ehren der Spender von Keren Kayemeth LeIsrael (jüdischer Nationalfonds) aufgestellt waren. Sie hatten sich für den Bau des Freizeitgebietes eingesetzt, wo heute die Überreste der römischen Straße kaum noch sichtbar sind.

Die meisten Archäologen glauben, dass das Netzwerk von Straßen, das die Römer in Israel aufbauten, nicht vor der Zeit der ersten jüdischen Revolte ca. 70 n. Chr. fertigstellt wurde und dass der extensivste römische Straßenbau während der Herrschaft Hadrians im 2. Jh. n. Chr. stattfand.[15] 

Der älteste datierte Meilenstein römischer Straßen in Israel stammt aus dem Jahr 69 n. Chr. Der Meilenstein, der Kaiser Vespasian nennt, wurde in der Nähe des heutigen Afula im Jesreel-Tal gefunden.[16] 

Trotz des möglichen Baus der römischen Straße in der Nähe von Motza nach der Zeit Jesus, zeichnet die Route denselben Weg, den Jesus und seine beiden Jünger nach Emmaus folgten. Die Schlucht ist so eng, dass jedwede Straße, die dort gebaut wurde, sich nicht mehr als ein paar Meter links oder rechts von dem Pfad befunden haben musste, auf dem Jesus und seine Jünger entlang gingen. Es ist darum sehr schade zuzusehen, wie die Überreste dieses potentiellen Mahnmales, das so vielen Jahrhunderten trotzte, auf solch dramatische Art und Weise in kürzester Zeit zu verschwinden droht.

Abschied

Der IAA–Bericht über die römische Straße in der Nähe von Motza stellt fest, dass obwohl die Straße schwer beschädigt ist, so doch mit einer geeigneten Wiederherstellung ein großes Potenzial dafür besteht, die Straße in einen Panoramaweg für Wanderer (Pilger) von Motza nach Jerusalem zu entwickeln.

14 Jahre nach der Veröffentlichung des IAA Berichts schließt sich das Fenster für diesen Traum jedoch immer schneller. Ich befürchte, dass wir uns schon bald von dem Emmausweg endgültig verabschieden müssen. Vielleicht ist es eine gute Mahnung, dass alles, was aus Fleisch und Blut ist, seine Zeit hat und dann verschwindet, während das, was für den Himmel gedacht hat, für immer dauern wird.

  • Almond blossoms in the foreground. In the background, Motza Elite, and above, houses of Kastel and the Kastel peak. Photographed by Horst Krüger.

Ich danke Professor Ronny Reich und Dr. Stephen J. Pfann dafür, dass sie mich zu wertvollen Quellen über römische Straßen allgemein und über den Emmausweg besonders führten. Ich danke auch denen, die sich an diesem Artikel mit Fotos beteiligt haben, wie Gary Alley, Gary Asperschlager, Lucinda Dale-Thomas, Chris deVries, Horst Krüger, Diane Marroquin, Joshua N. Tilton, Israel’s National Photo Collection (Photography Dept. of the Government Press Office), Classical Numismatic Group und Wikimedia Commons. Besonderer Dank geht an Carta Jerusalem für die Nutzung ihrer Landkarte der verschiedenen möglichen Orte von Emmaus ins Lukas. Auch danke ich Brian Becker für die Diashows, die einen wesentlichen Teil dieses Artikels ausmachen, sowie meinem Herausgeber, Joshua N. Tilton für seine Hilfe bei der Vorbereitung des Artikels für die Veröffentlichung.


Notes
  1. Siehe dazu Stanley A. Cook, Emmaus, in Encyclopaedia Biblica (4 vols.; London: Adam and Charles Black, 1899-1903), 2:1289-1290; Kirsopp Lake, The Historical Evidence For the Resurrection of Jesus Christ (London: Williams & Norgate; New York: Putnam & Sons, 1907), 99-100; Emil Schürer, The History of the Jewish People in the Age of Jesus Christ (175 B.C.–A.D. 135) (ed. Geza Vermes, Fergus Millar and Matthew Black; Edinburgh: T. & T. Clark, 1973), 1:512-513, n. 142; John Wilkinson, Jerusalem as Jesus Knew It: Archaeology as Evidence (London: Thames and Hudson, 1978), 162-164; Richard M. Mackowski, Where Is Biblical Emmaus? Science et Esprit 32.1 (1980): 93-103; Moshe Fischer, Benjamin Isaac and Israel Roll, Roman Roads in Judaea II: The Jaffa-Jerusalem Roads (BAR International Series 628; Oxford: 1996), 222-224; Carsten Peter Thiede, Where Exactly Is Emmaus? Israel Today (2002): 15; Anson F. Rainey and R. Steven Notley, The Sacred Bridge: Carta’s Atlas of the Biblical World (Jerusalem: Carta, 2006), 367-68; Paul H. Wright, Greatness Grace & Glory: Carta’s Atlas of Biblical Biography (Jerusalem: Carta, 2008), 197; Hershel Shanks, “Emmaus Where Christ Appeared,” Biblical Archaeology Review 34.2 (2008): 40-80). 
  2. Siehe dazu Marcus Jastrow, A Dictionary of the Targumim, the Talmud Babli and Yerushalmi, and the Midrashic Literature (2d ed.; New York: G. P. Putnam’s Sons, 1903; repr. Peabody, Mass.: Hendrickson, 2005), 74). 
  3. Siehe dazu Fischer, Isaac and Roll, Roman Roads in Judaea II, 151. 
  4. Siehe Mackowski, “Where Is Biblical Emmaus?” 96-97; Fischer, Isaac and Roll, Roman Roads in Judaea II, 153. 
  5. Siehe See Bruce M. Metzger, A Textual Commentary on the Greek New Testament (London and New York: United Bible Societies, 1975), 184-185; c.f. R. Steven Notley, In The Master’s Steps: The Gospels in the Land (Jerusalem: Carta, 2014), 81-82). 
  6. Siehe Lake, Historical Evidence for the Resurrection, 100; Notley, In the Master’s Steps, 82. 
  7. Siehe dazu Fischer, Isaac and Rol, Roman Roads in Judaea II, 222. 
  8. Siehe Robert L. Lindsey, Jesus, Rabbi & Lord: A Lifetime’s Search for the Meaning of Jesus’ Words, 61-62; David N. Bivin, “Jesus in Judea.” 
  9. Siehe Shmuel Safrai, Pilgrimage at the Time of the Second Temple (Tel Aviv: Am Hassefer, 1965), 116 (Hebräisch). 
  10. Siehe dazu Fischer, Isaac and Roll, Roman Roads in Judaea II, 226, 229; Benny Arubas and Haim Goldfus, The Kilnworks of the Tenth Legion Fretensis, in the Roman and Byzantine Near East: Some Recent Archaeological Research (Journal of Roman Archaeology Supplementary Series 14; Ann Arbor: 1995), 95-107. 
  11. Siehe Nahman Avigad, “New Light on the MSH Seal Impressions,” Israel Exploration Journal 8 (1958): 113-119). 
  12. Siehe Michael Zohary, Plants of the Bible: A Complete Handbook (Cambridge University Press, 1982), 131. 
  13. Siehe Fischer, Isaac and Roll, Roman Roads in Judaea II, 95, 222, 229. 
  14. Siehe Fischer, Isaac and Roll, Roman Roads in Judaea II, 223. 
  15. M. Avi-Yonah, The Development of the Roman Road System in Palestine, Israel Exploration Journal 1 (1950): 54-60; Israel Roll, The Roman Road System in Judaea, Jerusalem Cathedra 3 (1983): 136-161; Yoram Tsafrir, Leah Di Segni and Judith Green, Tabula Imperii Romani Iudaea Palestina: Eretz Israel in the Hellenistic, Roman and Byzantine Periods; Roman Roads in Judaea II, 1. 
  16. Benjamin Isaac und Israel Roll, A Milestone of A.D. 69 From Judaea: The Elder Trajan and Vespasian, Journal of Roman Studies 66 (1976): 15-19. Benjamin Isaac, Milestones in Judaea from Vespasian to Constantine, Palestine Exploration Quarterly 110 (1978): 47-60 zu den römischen Meilensteinen in Israel allgemein. 

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  • David N. Bivin (Jerusalemer Perspektive)

    David N. Bivin (Jerusalemer Perspektive)

    David N. Bivin (20. Juli 1939 – 14. Juli 2026) war von 1987 bis 2025 Gründer und Herausgeber von Jerusalem Perspective. Bivin stammte aus Cleveland, Oklahoma (USA), und lebte über 60 Jahre lang in Israel, seit er 1963 mit einem Stipendium der Rotary Foundation nach…
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